DevOps-Zyklus und digitales Kundenportal für ein Recyclingunternehmen
Praxisprojekt zur Auswahl einer Entwicklungsarchitektur, zum Aufbau automatisierter Auslieferung und zum Prototyp eines modularen Kundenportals.
Beim Praxisunternehmen – einem mittelständischen Holzrecycler – waren Kundenkommunikation, Wiegedokumentation und operative Planung stark von manuellen Abläufen geprägt. Das Praxisprojekt konzipierte einen DevOps-Zyklus sowie einen modularen Self-Service-Portalprototyp für Wiegen, Disposition, Stammdaten, Verträge, Buchhaltung und Controlling.
Das Projekt auf einen Blick
12
Wochen
Projektdauer für Analyse, Konzept und Prototyp
5
Abteilungen
Wiegen, Disposition, Vertrieb, Buchhaltung und Controlling eingebunden
6
Portalbereiche
Zentrale Self-Service-Bereiche im modularen Prototyp
1
DevOps-Zyklus
Durchgängiger Plan–Code–Build–Test–Release–Deploy–Operate–Monitor-Kreislauf
✓
Mehrsprachig
Portalkonzept für mehrsprachige Kundenkommunikation vorbereitet
1
Modularer Prototyp
Arbeitsfähiger Prototyp als Basis späterer ERP-naher Erweiterungen
Ausgangssituation
Abhängigkeit von Geschäftszeiten
Kunden benötigten häufig Mitarbeitende für Status-, Dokumenten- und Planungsanfragen.
Manuelle Dokumentation
Wiegescheine, Verträge und Rechnungen liefen oft über Ausdruck, E-Mail oder Ad-hoc-Dateien.
Medienbrüche
Informationen wurden zwischen Systemen neu erfasst – mit Verzögerung und Fehlerrisiko.
Keine Self-Service-Oberfläche
Es fehlte eine einheitliche digitale Schnittstelle für wiederkehrende Kundeninteraktionen.
Keine CI/CD-Basis
Softwareänderungen hatten keinen stabilen automatisierten Build-, Test- und Deployment-Pfad.
Begrenzter Reporting-Zugang
Kunden und interne Teams fehlten transparente Mengen- und Qualitätsauswertungen on demand.
Projektziele
Digitaler Kundenservice
Self-Service für zentrale Dokumente und Prozessstatus auch außerhalb der Bürozeiten.
Kundenbindung
Servicequalität und Transparenz stärken langfristige Kundenbeziehungen.
Wiegebetrieb unterstützen
Reibung bei Wiegedokumenten und Folgekommunikation reduzieren.
Continuous-Delivery-Fähigkeit
Wiederholbaren DevOps-Zyklus für sicherere und schnellere Änderungen etablieren.
Methode
-
Technologieanalyse
Architekturen und Werkzeuge für Web-Auslieferung und Betrieb vergleichen.
-
Ist-Prozessaufnahme
Aktuelle Abläufe in Wiegen, Disposition und Kundenkommunikation dokumentieren.
-
Stakeholder-Interviews
Anforderungen von Leitung und operativen Abteilungen erheben.
-
Konzeption
Portalmodule, Rollen, UI-Muster und DevOps-Workflow definieren.
-
Prototyp-Umsetzung
Modularen Portalprototyp bauen und den Auslieferungszyklus automatisieren.
Anforderungen nach Abteilung
Wiegen
Zugang zu Wiegescheinen und Lieferdokumenten.
Disposition
Planungsunterstützung für Transporte, Container und Termine.
Vertrieb
Transparente Verträge, Preise und Kundenkommunikation.
Buchhaltung
Rechnungsabruf und weniger manuelles Dokumenten-Nachfassen.
Controlling
Mengen-, Qualitäts- und Preisauswertungen für Kunden und interne Teams.
Portalmodule
Login und Zugang
Sicherer Einstieg mit rollenbewusstem Zugriff.
Wiegemodul
Wiegeschein-Übersicht und Download.
Dispositionsmodul
Sichtbarkeit von Transport- und Containerplanung.
Stammdaten
Ausgewählte Self-Service-Stammdatenpflege.
Verträge und Preise
Vertragsdokumente und Preisverfügbarkeit.
Buchhaltung
Rechnungssuche und PDF-Download.
Controlling
Mengen- und Qualitätsanalysen.
UI-Muster
Framework-Wahl
DevOps-Zyklus
-
Plan
Anforderungen erfassen, Backlog priorisieren und sprinbare Inkremente definieren.
-
Code
Features in versionierten Branches mit reviewfähigen Commits umsetzen.
-
Build
Anwendungsartefakte in reproduzierbaren Build-Schritten paketieren.
-
Test
Automatisierte Prüfungen vor Promotion in gemeinsame Umgebungen ausführen.
-
Release
Versionierte Releases mit klaren Änderungsnotizen vorbereiten.
-
Deploy
Builds über einen automatisierten Deployment-Pfad ausrollen.
-
Operate
Anwendung mit definierten Umgebungen und Konfiguration betreiben.
-
Monitor
Laufzeitgesundheit beobachten und Liefer- oder Verfügbarkeitsprobleme erkennen.
-
Feedback
Operative und Stakeholder-Einsichten zurück in die Planung speisen.
Ergebnisse
Entwicklungsbasis geschaffen
Dedizierte Umgebung und Tooling-Basis ermöglichten kontinuierliche Umsetzung.
DevOps-Zyklus eingeführt
Automatisierter Lieferkreislauf reduzierte Ad-hoc-Release-Reibung.
Modulare Architektur
Portalbereiche wurden für schrittweise Erweiterung strukturiert.
Abteilungsanforderungen erfasst
Fünf Abteilungen lieferten konkrete Self-Service-Bedarfe.
Self-Service-Prototyp
Kunden können konzeptionell Dokumente und ausgewählte Prozessansichten digital erreichen.
Grundlage für Folgearbeit
Der Prototyp wurde Ausgangspunkt der späteren Bachelorarbeit.
Limitationen
Nicht produktionsgehärtet
Das Portal blieb Prototyp, kein voll ausgerolltes Produktionssystem.
Begrenzte Projektzeit
Zwölf Wochen begrenzten Integrationstiefe und Feinschliff.
Teilweise Prozessabdeckung
Nicht jeder operative Randfall wurde umgesetzt.
Keine langfristige Feldevaluation
Dauerhafte Kundenadoption und KPI-Wirkung wurden nicht gemessen.
Lernkurve
Neue Tools und DevOps-Praktiken erforderten Einarbeitung.
Kein ERP-Ersatz
Das Portal ergänzt ERP-Prozesse, ersetzt das Kernsystem nicht.
Learnings
Anforderungen zuerst
Frühe Stakeholder-Interviews verhinderten spekulative Modulgestaltung.
Wiederverwendbare Komponenten lohnen sich
Modulare UI- und Servicegrenzen beschleunigten Iteration.
DevOps wirkt auch in kleinen Teams
Selbst kompakte Teams profitieren von automatisierter Build-/Deploy-Disziplin.
Rollen früh klären
Zugriffgrenzen müssen vor Feature-Wachstum gestaltet werden.
Mehr als UI
Portalwert hängt von Datenqualität, Prozessfit und Betrieb ab.
Natürliche Fortsetzung
Ergebnisse motivierten direkt den Scope der Bachelorarbeit.
Technologie-Stack
Frontend
Backend
Daten
DevOps
Entwicklungslinie
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2022 – Praxisprojekt
DevOps-Zyklus und modularer Kundenportal-Prototyp beim Praxisunternehmen.
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2023 – Bachelorarbeit
Nutzerzentrierte Erweiterung zu ERP-naher Unternehmenssoftware und digitaler Annahme.
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2025/2026 – Masterarbeit
KI-Use-Case-Identifikation, Bewertung und NLP-Prototyp für branchennahe ERP-Prozesse.